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VET-Charta

Information für Ausbildungsbetriebe zum 30-Minuten-Takt unseres Stundenplans

Als großes Schulsystem sehen wir uns derzeit vor der Herausforderung, das Miteinander von 2.500 Schülerinnen und Schülern und 130 Lehrkräften in einer Art und Weise zu koordinieren, die den Anforderungen an einen effektiven Gesundheitsschutz aller am Schulleben Beteiligten entspricht. Dazu stehen uns vor dem Hintergrund der durch die Landesregierung gesetzten Rahmenbedingungen nur sehr wenige Parameter zur Verfügung. Die rein organisatorische – weder inhaltliche noch umfängliche – Änderung der Stundenplanung sowie die Erstellung eines Hygieneplanes und von Verhaltensregeln sind vor dem Hintergrund einer begrenzten Raumsituation die einzigen Möglichkeiten, angemessen zu reagieren.

Unser Hygienekonzept erfordert demnach versetzte Pausen sowie Unterrichtsbeginne und -beendigungen und Pausenlängen, die sich in diese Versatzplanung integrieren lassen.

Zur Überlegung standen die Zugrundlegung eines 15-Minuten- oder eines 30-Minutentaktes. Aus Gründen der Planbarkeit und Übersichtlichkeit haben wir uns für einen 30-Minuten-Takt entschieden.

In der Regel werden drei Einheiten zu einer 90-minütigen Unterrichtseinheit (= „klassische“ Doppelstunde à 2 x 45 Minuten) oder zu einer 120-minütigen Einheit (meist einschließlich einer Pause von 30 Minuten, die dann auch nach Bedarf u./o. Gelegenheit eingeräumt werden kann) zusammengefasst.

Ausnahmen:

1.   Einstündige Fächer werden mit 2 x 30 min- = 60 Min. ausgewiesen: hier erfolgt der Ausgleich jedoch über die Periodisierung des Unterrichtes. Darüberhinaus dürfte sich die Sinnhaftigkeit eines über bspw. ein Dreiviertelschuljahr 60-minütig unterrichteten Faches im Vergleich zu einer 45-Minuten-Einheit allein aus didaktischen Überlegungen leicht erschließen.

2.   Ausweis einer 30-Minuten-Einheit entweder zur „Binnenstrukturierung“ eines zwei Lehrkräften zugeordneten gemeinsamen Faches oder als organisatorische Zusammenfassung mit vorangehenden Unterrichten der gleichen Lehrkraft mit ggf. abweichender Fachbezeichnung, so dass die 45-Minutenstunde jedoch de facto unterrichtet werden kann.

Die Befürchtung, dass die Voraussetzung des § 15 Abs. 1 Nr. 2 BBiG bereits bei fünf Unterrichtseinheiten à nunmehr 30 Minuten – also 2,5 Zeitstunden - gegeben sein könnte, ist unbegründet: Es werden grundsätzlich keine 30-Minuten-Einheiten unterrichtet, es hat sich lediglich die Skalierung der Zeitleiste geändert. Die rechtliche Verpflichtung zur Freistellung bezieht sich auf 45-Minuten-Einheiten. Diese liegen dem Bildungsplan sowie der Stundentafel und auch der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte zugrunde.

Die Freistellungspflicht für Ausbilderinnen und Ausbilder beginnt ab einer Unterrichtszeit von mehr als 5 x 45 Minuten = 225 Minuten. Dies entspricht einer Anzahl von acht 30-Minuten-Moduuen zuzüglich ausgewiesener Pausen.

Gem. RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 05.05.2015 (BASS 12-63 Nr. 3, hier: Nr. 2.9 Satz 2) darf eine mit 45 Minuten berechnete Grundeinheit für eine Unterrichtsstunde ferner nicht gekürzt werden. Diese Regelung ist für uns verbindlich.

Zu berücksichtigen bitte ich, das die derzeitige Situation (MNB, Hitzeperiode) gelegentlich die flexible Gewährung kurzer Pausen erfordert, wofür unser derzeitiger Stundenplan den Lehrkräften die Möglichkeiten bietet. Daher wurden im Berufsschulbereich Pausenzeiten in den Unterricht integriert und als Gesamtblock dargestellt.

Die Auszubildenden werden nach wie vor nach vollem vorgegebenen Stundenumfang unterrichtet, sofern die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stehen. Lediglich die Berechnungsgrundlage wurde aus innerorganisatorischen Erfordernissen umgestellt. Dadurch erreichen wir u. a. auch einen kompakteren Stundenplan.

Die Beibehaltung eines 45-Minutentaktes würde zu einem kaum beherrschbaren Begegnungsgeschehen im Schulgebäude und auf dem Schulgelände oder zu einer Verlagerung der Unterrichtszeiten führen, die im Falle eines vollen Berufsschultages zu teilweise sehr späten Unterrichtsbeginnen und weit in den Nachmittag hineinreichenden Zeiten führen würde.

Unten finden Sie eine – vereinfachte – Übersicht über die Wirkungsweise des 30-Minutentaktes, der Sie leicht entnehmen können, dass es sich weder um eine inhaltliche, zeitliche oder personelle Einschränkung des Unterrichtes handelt noch dass die Freistellungsverpflichtungen berührt werden

Ich hoffe, dass wir gemeinsam den Herausforderungen der pandemischen Krise im Interesse einer verantwortungsvollen Ausbildung gerecht zu werden in der Lage sind.

Die Schulleitung